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fr 20.6.
10:00 kurfürstenquelle in bad godesberg
»stadt als klangraum I – von der architektur«

keynote: juhani pallasmaa (fi)
die welt berühren – gelebter raum, haptische und atmosphärische wahrnehmung
architekt, professor em. helsinki university of technology

statement: andreas oldörp (de)
klangkommentare zur architektur
stadtklangkünstler bonn 2012, professor hbk saar

statement: bernhard leitner (at)
baumaterial klang
tonraumkünstler, architekt, em. professor universität für angewandte kunst, wien
moderation: fritz schlüter (de)

der 1977 errichtete trinkpavillon der kurfürstenquelle im bad godesberger stadtpark verweist in seiner formsprache und sachlichen leichtigkeit deutlich auf die klassische moderne, welche das internationale architekturgeschehen des letzten jahrhunderts nachhaltig geprägt hat. wenn auch gerade das bauhaus einen zwar rationalistischen aber auch ganzheitlichen architekturansatz verfolgte sucht man vergebens nach verweisen auf die bedeutung des akustischen bei der konstitution des atmosphärischen gesamteindrucks in der schule der moderne. warum war und ist das thema klang für architekten scheinbar so wenig von bedeutung? der finnische architekt und architekturtheoretiker juhani pallasmaa beschäftigt sich seit etlichen dekaden mit dem thema atmosphärischer wahrnehmung und multisensorischer architekturerfahrung. für ihn stellt emotional-atmosphärische wahrnehmung eine evolutionäre konsequenz dar, die man auch als sechsten und wichtigsten sinn bezeichnen könnte. eine seiner zahlreichen publikationen zum thema „the eyes of the skin – architecture and the senses“ wurde zu einem klassiker und weltweiten standardlehrbuch der architekturtheorie. der tonraumkünstler und architekt bernhard leitner prägte bereits früh den begriff vom ‚baumaterial klang’. seine zahllosen untersuchungen und arbeiten belegen die raumbildenden eigenschaften und möglichkeiten von klang auf eindrucksvolle weise. leitner spricht zu seinen ton-raum-konzepten und exemplarischen arbeiten. die permanente klanginstallation „3_fluidum“ des bonner stadtklangkünstlers 2012 andreas oldörp umspielt den pavillon der kurfürstenquelle. die schwebenden klänge verschmelzen mit der architektur. der pavillon gewinnt eine neue akustische identität – so, als hätte es nie eine andere gegeben. oldörp spricht über den prozess der entstehung sowie erfahrungen bei der umsetzung dieser und weiterer installationen während seiner residenz.

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Oldoerp_bh_fluidum2012
trinkpavillion der kurfürstenquelle im bad godesberg

(foto: andreas oldörp)